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09.01.26

Visueller Vergleich zwischen einer windanfälligen Außenheizung und dem Komfort einer Infrarot-Heizstrahlung auf einer Terrasse.

Außenheizung und Wind: Wie erreichst du echten Wärmekomfort?

Draußen ist Wind der Faktor Nr. 1, der Heizlösungen scheitern lässt – selbst bei hoher Leistung. Für spürbaren Wärmekomfort (Terrasse, Pergola, Gastronomie) musst du verstehen, was Wind “kaputt macht” und wie du eine Installation planst, die stabil funktioniert.

1) Warum Wind die meisten Heizungen “aushebelt”

Wind ist nicht nur ein Kältegefühl – er ist ein Verlustbeschleuniger. Systeme, die vor allem Luft erwärmen (Konvektion), verlieren draußen schnell Wirkung: Warme Luft wird sofort abtransportiert und durch kalte Luft ersetzt.

Konvektion (warme Luft)

  • Wind trägt die warme Luft weg
  • Das zu erwärmende Volumen ist “unendlich”
  • Komfort schwankt stark

Strahlung (Menschen & Oberflächen)

  • Wind beeinflusst die Wärmeempfindung weniger
  • Man beheizt eine Zone – nicht die Umgebungsluft
  • Komfort setzt schneller und stabiler ein

2) Wind ist nicht gleich Wind: 3 typische Situationen

Bevor du Leistung vergleichst, ordne deine Fläche einem Szenario zu:

Du brauchst gezielte Strahlung und meist mehrere Wärmepunkte. Priorität: die tatsächlich genutzte Zone (Tisch/Lounge) erwärmen – nicht die gesamte Fläche.

Ideales Feld für Infrarot: homogene Abdeckung und feine Ausrichtung. Montage an Decke/Struktur ist oft die sauberste Lösung.

Der Komfort steigt stark, weil Verluste sinken. Du kannst gleichmäßiger arbeiten, oft mit weniger Geräten – und mit besserer Regelbarkeit (Zonen/Dimmen).

3) Profi-Methode: „Zone + Winkel + Strahlungsdichte“

Draußen optimierst du nicht “Watt”, sondern die Strahlungsdichte in der Sitz-/Stehzone. Vorgehen immer in dieser Reihenfolge:

  1. Zone definieren (Tisch, Lounge, Wartebereich, Service)
  2. Montagehöhe pro Zone festlegen
  3. In die Zone ausrichten (häufig 30–45° je nach Höhe/Abstand)
  4. Bei Offenheit mehrere Punkte statt eines „Monsters“

4) Anti-Wind-Checkliste

Tun

  • Zonieren: 1 Heizer = 1 Nutz-Zone
  • Höhe kontrollieren (nicht „zu hoch“)
  • Auf Personen ausrichten
  • Offen: mehrere Wärmepunkte planen
  • Wind reduzieren (Seitenwand/Markise) wenn möglich

Vermeiden

  • „m²-Rechnung“ ohne Nutz-Zonen
  • „Breit streuen“ statt Dichte
  • Blendendes Glühen (visueller Stress)
  • In ungenutzte Bereiche strahlen
  • Windrichtung ignorieren

5) FAQ

Ja. Infrarot erwärmt Menschen und Oberflächen direkt – Wind stört die Wärmeempfindung deutlich weniger als bei Konvektion.

Zonen kleiner halten, mehrere Punkte nutzen, Höhe reduzieren, exakt ausrichten und – wenn möglich – Wind bremsen (Seitenschutz).

Weil die Wirkung von Strahlungsdichte und Ausrichtung abhängt. Zu hoch/zu diffus = Energie am falschen Ort.