Infrarot-Außenheizungen sind die wirksamste Lösung, um auf Terrasse, Pergola oder im professionellen Außenbereich spürbaren Wärmekomfort zu erzeugen. Im Gegensatz zu konvektiven Systemen wirkt Infrarot über Strahlung direkt auf Menschen und Oberflächen.
Das Prinzip: Strahlung statt Konvektion
Infrarotgeräte übertragen Energie als Wärmestrahlung. Diese wird von festen Körpern absorbiert (Haut, Kleidung, Möbel, Boden) und in Wärme umgewandelt. Die Lufttemperatur spielt dabei eine deutlich kleinere Rolle als bei Gas- oder Warmluftsystemen.
Kurz-, Mittel- oder Langwelle: Was ist draußen relevant?
Außenbereiche sind “offene Systeme”: Wind, unbegrenztes Luftvolumen und wechselnde Bedingungen. Deshalb zählt vor allem eine ausreichende Strahlungsdichte im Nutzbereich.
- Langwelliges IR: eher innen geeignet, im offenen Außenbereich meist zu diffus.
- Mittelwelliges IR: gut für überdachte oder teilgeschützte Zonen (Pergola/Überstand).
- Kurzwelligeres IR: besonders wirksam für offene Außenbereiche und professionelle Nutzung.
Warum “Watt” allein keine Komfortgarantie ist
Zwei Geräte mit gleicher Nennleistung (z. B. 2400 W) können völlig unterschiedlich wirken. Entscheidend sind u. a.:
Optik & Verteilung
Abstrahlwinkel, Fokussierung, Reflektor-Design und die Homogenität über der tatsächlich genutzten Zone.
Thermische Stabilität
Temperaturhaltung, Qualität der Heizelemente, Verhalten bei Dauerbetrieb und die Konstanz der Leistung über Zeit.
Vorteile vs. Alternativen: Was ist wirklich messbar?
| Kriterium | Infrarot | Gas / Konvektion |
|---|---|---|
| Sofort spürbare Wärme | Hoch | Variabel |
| Windempfindlichkeit | Gering | Hoch |
| Erwärmt die Umgebungsluft | Nein | Ja |
| Zielgerichteter Komfort | Sehr gut | Mittel |
Echte Grenzen & typische Fehlannahmen
- Die Luft wird nicht “warm”: Komfort entsteht lokal auf Personen/Flächen.
- Positionierung ist Pflicht: zu hoch oder falsch ausgerichtet = spürbarer Verlust.
- Offen ist nicht gleich offen: Windkanal, hohe Decken, “kalte” Hintergründe erfordern smartere Zonenplanung.

