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12.01.26

Vergleich von Infrarot-Außenheizungen für offene Terrassen, Pergolen und Wintergärten mit Gartenblick.

Offene vs geschlossene Terrasse heizen: was sich wirklich ändert

„Offen“, „Pergola“, „Vordach“, „teilweise geschlossen“ – dieselben Worte können völlig unterschiedliche physikalische Bedingungen bedeuten. Die richtige Lösung hängt vom Öffnungsgrad und von deiner Nutz-Zone ab – nicht von einem einzelnen „Wundergerät“.

1) Öffnungsgrad in 2 Minuten bestimmen (4 Stufen)

StufeBeschreibungGewinnende Strategie
1. OffenOhne Dach oder sehr hoch, Wind direktStriktes Zonieren + mehrere Wärmepunkte + gezielte Strahlung
2. Unter Dach/PergolaDach vorhanden, Seiten offenGleichmäßige Abdeckung + feine Ausrichtung
3. TeilgeschlossenSeitenschutz/Markise an 1–2 SeitenWeniger Verluste + stabilerer Komfort + Zonensteuerung
4. GeschlossenVitrage/Veranda-ähnlich (nahe Innenraum)„Indoor“-Komfortlogik + moderatere Leistung + Regelung

2) Die häufigsten Fehler (und warum sie passieren)

Fehler #1: „pro m²“ dimensionieren

Eine Terrasse ist selten eine Zone. Tisch, Lounge und Laufweg sind drei Nutzungen – und oft drei Heiz-Zonen.

Fehler #2: Zu hoch montieren

„Höher = mehr Fläche“ klingt logisch, senkt aber die Strahlungsdichte. Ergebnis: Wärme verteilt sich, statt spürbar zu sein.

Fehler #3: Falscher Winkel

Ein Strahler muss die Nutz-Zone „sehen“. Ohne passende Neigung geht Energie in leere Bereiche.

3) Profi-Lösungen je Terrassen-Typ

  • Terrasse in Nutz-Zonen teilen und zoneweise planen
  • Höhe reduzieren, Strahlung gezielt auf Sitz-/Stehbereiche
  • Mehrere Wärmepunkte statt ein „großes“ Gerät

  • Decken-/Strukturmontage für gleichmäßige Abdeckung
  • Feine Ausrichtung in Richtung Sitzplätze
  • Bei länglichen Flächen: 2–3 Zonen entlang der Länge

  • Weniger Verluste → Leistung wirkt „stärker“
  • Oft weniger Geräte nötig, dafür bessere Regelbarkeit
  • Zonensteuerung/Dimmen empfohlen (Pro)

Bei quasi-innenraumähnlichen Bedingungen kannst du „Indoor“-Komfort planen und dennoch vom schnellen, direkten Strahlungsgefühl profitieren.

  • Moderate Leistung, gleichmäßige Verteilung
  • Regelung (Thermostat/Steuerung) sinnvoll
  • Überhitzung lokaler Bereiche vermeiden

4) Mini-Checkliste vor dem Kauf

Fragen

  • Welche Zone ist wirklich belegt?
  • Welche Montagehöhe ist möglich?
  • Woher kommt der Wind?
  • Wie viele Nutz-Zonen gibt es?
  • Ist Seitenschutz realistisch?

Ergebnis-Ziel

  • Wärmegefühl in 1–3 Minuten
  • Stabiler Komfort trotz Luftbewegung
  • Kein störendes Blendlicht
  • Zonensteuerung (Pro) oder einfache Bedienung

5) FAQ

Ja. Weniger Luftaustausch senkt Verluste deutlich und stabilisiert das Wärmegefühl – oft ist das der größte „Hebel“.

Weil du schnell zu hoch montierst oder zu breit streust. Mehrere gut ausgerichtete Punkte liefern gleichmäßigeren Komfort.