Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

14.01.26

calcul-nombre-chauffages-exterieurs-puissance

Wie viele Terrassenheizer braucht man?

Die Frage „wie viele Heizgeräte“ hat selten eine einzige Antwort, denn eine Terrasse ist fast nie nur eine Zone. Der Profi-Ansatz: nach tatsächlich genutzten Zonen dimensionieren und anschließend die Geometrie (Höhe/Winkel/Abstand), die Windexposition und den Schließgrad prüfen.

1) Regel Nr. 1: Zonen dimensionieren, nicht Quadratmeter

„Tisch“-Zone

Sitzend, statisch: braucht konstanten, gleichmäßigen Komfort.

„Lounge“-Zone

Größer, wechselnde Positionen: breite, weiche Abdeckung priorisieren.

„Weg/Waiting“-Zone

Kurzer Aufenthalt: punktuelle Unterstützung reicht, nicht überdimensionieren.

2) Die Profi-Methode in 5 Schritten (einfach & reproduzierbar)

  1. Nutz-Zonen einzeichnen (Tische, Lounge, Theke) und Maße notieren.
  2. Montage-Constraints prüfen: verfügbare Höhe, Träger (Wand/Decke), Hindernisse.
  3. Exposition klassifizieren: offen / unter Pergola / teilgeschlossen / geschlossen (veranda-like).
  4. Abdeckungsstrategie wählen: mehrere gerichtete Punkte vs. ein einzelnes sehr starkes Gerät.
  5. Realitäts-Puffer hinzufügen: Windrichtung, große Leerräume, Tischrotation, Spitzenzeiten.

3) Warum „ein großes Gerät“ oft ein Fehler ist

Dichte-Problem

Ein einzelnes Gerät zwingt häufig zu hoher Montage oder zu großer Streuung. Ergebnis: die Strahlungsdichte sinkt – Wärme wird weniger „spürbar“.

Komfort-Problem

Unter dem Gerät zu heiß, seitlich zu kühl. Mehrere gut ausgerichtete Punkte liefern homogeneren Komfort.

4) Orientierungstabelle: Welche Terrasse braucht mehr (oder weniger) Geräte?

KonfigurationAuswirkung auf die AnzahlWas am besten funktioniert
Sehr offen & windig↑ (mehr Punkte, stärker gezielt)Striktes Zonieren, näher an der Nutz-Zone, präzise Ausrichtung
Unter Pergola / Vordach↔ (stabilere Planung)Homogene Abdeckung, regelmäßige Verteilung
Teilgeschlossen (Screens/Wände)↓ (geringere Verluste)Weniger Geräte, idealerweise zonenweise steuerbar
Geschlossen (veranda-like)↓ (quasi „innen“)Weiche Verteilung + Regelung gegen Überhitzung

5) Konkrete Beispiele (Logik statt „Magie“)

  • Zonen: 2 Tische (2 getrennte Nutz-Zonen)
  • Strategie: 1 Punkt pro Tisch oder 2 Punkte für beide – je nach Layout
  • Ziel: gleichmäßige Wärme auf Sitzplätze, nicht auf Laufwege

  • Zone: Sofa + Sessel (breite Nutz-Zone)
  • Strategie: mehrere gerichtete Punkte statt „Hotspot“ in der Mitte
  • Ziel: weicher, verteilter Komfort für wechselnde Positionen

  • Zonen: Tischreihen + Wartebereiche
  • Strategie: Zonen nach „Reihen“ + zonenweise Steuerung
  • Ziel: nur belegte Bereiche aktivieren, Peaks abfangen

6) Checkliste vor Freigabe (Anti-Fehler)

Geometrie & Montage

  • Reale Montagehöhe (nicht „höher um mehr zu decken“)
  • Ausrichtung in die Nutz-Zone (Sitzplätze)
  • Hindernisse: Balken, Leuchten, Markisen
  • Sicherheitsabstände eingehalten

Kontext & Nutzung

  • Windrichtung / Luftkorridore
  • Schließgrad (Screens, Seitenwände)
  • Reale Belegung (Peak-Zeiten)
  • Bedarf an Zonen-/Leistungssteuerung (Pro)

7) FAQ

Draußen ist eine m²-Regel zu grob. Dimensioniere Nutz-Zonen und optimiere Höhe + Winkel + Verteilung.

Zu viel: Hotspots, Blendung, man muss ständig runterregeln. Zu wenig: diffuse Wärme, wenig Gefühl. Prüfe zuerst Geometrie (Montage/Winkel) und dann Zonenverteilung.

Weil die Belegung schwankt. Zonierung aktiviert nur die nötigen Bereiche und vermeidet Überdimensionierung.